Bienen und Ameisen?

summsumm

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Ich habe heut folgende Überschrift gelesen:

Ameisen eine starke Familie,
ihr Nutzen für die Bienen?


Wir haben hier eine Ameisen-Plage. Auf all unseren Spielplätzen usw. sind diese "netten" kleinen, lästigen Insekten.
Laut Landratsamt dürfen wir die Ameisen aber nicht bekämpfen, auch wenn sie uns (Gärtnern)das Leben zur Hölle machen, und mittlerweilen die Gemeinde fest im Ameisengriff haben.
Vll. kann ich den Ameisen ja jetzt ein bischen positiver begegnen, wenn ihr mir sagt, was die mit Bienen zu tun haben :n3:
 

Josef Fleischhacker

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summsumm schrieb:
Vll. kann ich den Ameisen ja jetzt ein bischen positiver begegnen, wenn ihr mir sagt, was die mit Bienen zu tun haben :n3:

Das wirst Du sogleich Nicole! :n3: Dies aber in wenigen Worten zufassen wird aber nicht leicht sein, wurden doch darüber schon Unmengen an Büchern geschrieben.

Kurz und gut, ohne Ameisen gäbe es nahezu keinen Waldhonig. Heimische Bäume, vor allem Nadelbäume besitzen Unmengen von Honigtau-Erzeugern, den Sogenannten Lachniden. Deren Ausscheidungen, die allerdings nicht den Magen/Darmtrakt passieren, sammeln unsere Bienen und machen köstlichen Waldhonig daraus. Google bitte einmal und gib bitte Lachniden und Lecanien hinein, da kommen Tausende von Hinweisen. Hast Du in der Folge noch konkrete Fragen, nur her bitte damit.

Josef
 

Sebastian

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Servus Josef,

drohne schrieb:
Deren Ausscheidungen, die allerdings nicht den Magen/Darmtrakt passieren, sammeln unsere Bienen und machen köstlichen Waldhonig daraus.
kann es sein, dass Du gelegentlich dazu neigst, im Zusammenhang mit der Imkerei auch die nicht ganz farbreinen Bereiche im allerschönsten Rosa darzustellen :D ?

lg,
Sebastian
 

Josef Fleischhacker

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Nein Sebastian, ganz sicher nicht! :roll:

Als Waldbeobachter streiche sogar ich bei jeder Gelegenheit die überaus zarten Popscherl der feschen Lachnidinnen. Mein Dank für diese nette Dienstleistung ist stets ein Honigtröpfchen. :n3:
 

rundwabe

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summsumm schrieb:
Ich habe heute folgende Überschrift gelesen:

Ameisen eine starke Familie,
ihr Nutzen für die Bienen?


Wir haben hier eine Ameisen-Plage. Auf all unseren Spielplätzen usw. sind diese "netten" kleinen, lästigen Insekten.
Laut Landratsamt dürfen wir die Ameisen aber nicht bekämpfen,
auch wenn sie uns (Gärtnern) das Leben zur Hölle machen, und mittlerweile die Gemeinde fest im Ameisengriff haben.

Vll. kann ich den Ameisen ja jetzt ein bisschen positiver begegnen,
wenn ihr mir sagt, was die mit Bienen zu tun haben :n3:

Hallo summsumm:
Lass dich nicht verkohlen! Lachniden sind nichts anderes als Blattläuse.
Sie sind zwar bei der Gewinnung von Waldtracht beteiligt, aber sie haben
nicht das geringste mit Ameisen zu tun. :abgelehnt:

Was tun Ameisen für den Imker? Antwort: Nichts !!!
Wie wehrt man sich gegen Ameisen? :huh

Man stellt seine Beuten auf ein solides Gestell aus Latten und Pfosten, das etwa 50 cm hoch ist.
Dann stellt man die sechs vertikalen Pfosten jeweils in eine Dose die halbvoll mit Dieselöl gefüllt ist.
Fotosmilie
Sonst brauchst du nichts zu machen.
Als Gärtnerin kennst du doch sicherlich viele Arten von Ameisen, von der großen schwarzen Waldameise
über diverse rote Ameisen bis zur kleinen schwarzen Ameise.

Welche überfällt denn deine Spielplätze?

Ich habe derzeit eine Invasion von den ganz kleinen schwarzen Ameisen !

Gruß
rundwabe :n99: :n99:
 

Josef Fleischhacker

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@ All User

Rundwabe weiß es besser, also sollten wir Ruppertshofen mit seinem "Der summende Wald" besser vergessen. Lecanien sind Läuse und diese haben mit Ameisen nicht das geringste zu tun. :roll:
 
A

albert

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Hallo Josef,

Auch Wikipedia irrt.

@ Rundwabe
Dieselöl und Imkerei... Ich dachte, es ginge um Spielplätze?

LG
Albert
 

fichtenwald

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Also, ein Imker hat mir geraten, wg den ameisen, einfach ungelöschten Brantkalk bei den Säulen zu streuen, und die Ameisen sind weg.. muss man halt nur manchmal erneuern...
 

stefan mandl

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Liebe Bienenfreunde!

Wir sehen die verschiedenen Ameisen neben der Honigbiene als die wichtigsten Arten in der größten Klasse im Tierreich, den Insekten. Im Unterschied zu den Honigbienen sind Ameisen Räuber und machen Beute auch auf lebende Frassschädlinge. Deshalb war die Ameise (große Waldameise) die erste Tierart, die unter Naturschutz gestellt wurde, weil schon sehr früh ihre Wirkung auf die Kontrolle und Dezimierung von Forstfrassschädlingen (Raupen von diversen Nachtfaltern) erkannt wurde.
Verschiedene Ameisenarten halten sich eigene Haustiere (diverse Lausarten), die sie auch beschützen und bei Überzahl auch auf andere Pflanzen bringen und regelmäßig melken. Andere Ameisenarten sind Gärtner und vermehren in ihren Bauten Pilze und produzieren somit selbst ihre Nahrung. In vielerlei Hinsicht sind die Ameisen höher spezialisiert als die Honigbiene.

Seit einigen Jahren machen wir Untersuchungen über die Wechselwirkung Honigbiene Ameise. Ameisen haben nur einen Wirkungsradius von ca. 50m vom Bau; nicht wie die Honigbiene, die mehrere Kilometer zur Nahrung fliegen kann. Ameisen nützen Bienenstände als Futterstellen und Brutkammer für ihre Eier. Deshalb gibt es bei Bienenständen signifikant mehr Ameisenarten und wesentlich größere Ameisenvölker als auf Vergleichsflächen. Zwischen Ameise und Honigbiene herrscht eine sehr intensive Symbiose.

Keiner sollte sich über die kleinen Viecher ärgern, die haben doch wirklich auch noch Platz bei uns; lieber sollte man genau hinschauen und man wird von den Ameisen fasziniert sein.

Beste Grüße

stefan mandl
 

donald2603

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Eigentlich nein, aber ein paar Völker stelle ich gerne im Frühjahr in den Raps
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Volk teilen, eine Brut abwarten und wiedervereinigen
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Moin,

also ich habe kein Problem mit Ameisen, aber ich habe schon bei zwei Imkern in der Umgebung gesehen, dass die sich in die Falz der Styroporbeuten fressen um dann dort nester zu bauen.

Soweit ich weiß haben die jetzt Ameisenköder aufgestellt.

Gruß

Dennis
 

Norbee81

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1 mal Zellen brechen, ist das wirkungslos wird die Königin entfernt
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Hallo!

Wegen dem bisher schlechten Wetter konnten sich die Ameisen bei uns nicht sehr gut entwickeln. Die Nester im Garten scheinen heuer noch deutlich kleiner zu sein als sonst.

Unter den Deckeln bei manchen Beuten (Holz ;-) ) nisten sich immer ein paar Ameisen ein, seit ich gar keine Isolierung mehr einlege, gibt es dort weniger Probleme.

Schönen Abend
Norbert
 

fichtenwald

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also, ich kann nur mitteilen, dass ich Umkreis meines Standes mit Sicherheit kein Ameisenhaufen ist, aber wenn man den Deckel, oder die Varroaschublade herausnimmt, sind immer gleich mind. 20 Ameisen zur stelle...
Im Wald sind sie doch schön und gut, aber in den Bienenstock will ich sie schon weg haben.
Ich werde das mit dem Kalk einmal ausprobieren.
 

Selurone

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Hier steht ja schon eine ganze Menge Tatsachen über die Ameise.
Aber unsere Bien und die Ameise sind auch miteinander verwandt.
Der Verwandtschaftsgrad zeigt sich auch im Körperaufbau, ihrem sozialen Lebenszyklen, sogar in der Genverwandtschaft und mehr.

Für mich ist das a bisserl kompliziert. Vieleicht kann da der Sebastian ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
 
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