Expertenfrage: Wärme in der Beute

Hallo Wolli,

hast Du Zugang zu den Waagstockdaten des Forums?
Wenn ja, schau mal meine Waage. Der Innentemperatursensor liegt mittig auf der Zentralwabe, die Temperatur liegt momentan noch immer knapp
bei 30°C. Bei Dadantbeuten.

Diese Daten bewundere ich täglich und dies bestätiget auch meine bisherigen Erkenntnisse.

Dieses Volk hält auch im Oktober die Temperatur konstant zwischen 28 und 30 Grad. Nur, Temperatur hoch halten benötigt bekanntlich Energie, in diesem Falle muss diese jedoch körperlich erzeugt werden. Michael bietet seinem Volk optimales, ob dies jedoch bei einem Zweizarger auch so wäre???

Josef
 
Genau, das ! jeder darf seine Meinung sagen

Hallo Mitleser,
ich halte mich aus dieser Diskussion lieber raus.
Weil, es ist mir egal.
Was ich weiß, ist,
dass ich selber noch nicht in einer Bienentraube überwintert habe und die genauen Abläufe daher nicht kenne und meine Bienen vom letzten Überwintrerungslehrgang kann ich auch nicht mehr befragen. Und im Winter habe ich bisher auch nur stickprobenweise mal durch die Beutenfolie geschaut oder den Totenfall beseitigt.


Ich werde diese spannende Diskussion - wenn ich morgen aus der Narkose wieder erwachen sollte - gespannt weiterverfolgen
 
Narkose? Hama, was um Gottes Willen hast Du vor?
Alles Gute!!!

Nochmal zur Wintertraube. Wenn ich das richtig verstanden habe würde das ja bedeuten, daß die Bienen jetzt - sagen wir mal - auf 5 Waben sitzen und auf diesen 5 Waben sitzen bleiben bis zum Frühjahr. Es reicht ihnen also das Futter auf diesen 5 Waben? *staun*
 
Nochmal zur Wintertraube. Wenn ich das richtig verstanden habe würde das ja bedeuten, daß die Bienen jetzt - sagen wir mal - auf 5 Waben sitzen und auf diesen 5 Waben sitzen bleiben bis zum Frühjahr. Es reicht ihnen also das Futter auf diesen 5 Waben? *staun*

Ja so ist es, sie wandern über diese Waben, aber jeder Teil der Traube bleibt größtenteils auf der einzelnen Wabe

Nur wenn es die Temperatur zulässt wird neu formiert
 
Danke Kurt!
Und ich dachte immer sie fressen sich langsam von Wabe zu Wabe durch die Beute!
Das beginnt also erst im Frühjahr, wenn die erste Brut kommt? Und weil die Brut ja nicht mitwandern kann, droht also erst im Frühjahr der Futterabriß? (Wenn längere Kälteperioden kommen)
 
Gute Besserung Hama!
 
Narkose? Nochmal zur Wintertraube. Wenn ich das richtig verstanden habe würde das ja bedeuten, ...


Bitte bleiben wie hier beim Thema "Wärme in der Beute"

Für Fragen wie und wohin die Wintertraube wandert bitte neuen Themen starten.

Josef
 
Ich möchte nur kurz erinnern, dass niemand eine eindeutige Aussage macht, ob es in unmittelbarer Nähe der Traube gefriert.

So wie ich das jetzt verstehe ist am ehesten Josef der Meinung die ganze Beute würde beheizt. Hama eher nicht, wegen offenem Boden.

Die Waagstockdaten geben auch keine Auskunft. Ist der Sensor mitten Im Brutnest, ist eigentlich logisch, dass wir eine super Temperatur haben. Milbi aber meinte, wenn er am Oberträger liegt ist alles bockgefroren. Wie kommt dann Josef zu der Meinung, die ganze Beute würde beheizt?

Meine Meinung: Wir müssen eine klare Trennung zwischen tiefem Winter und der Brutpflege im Frühjahr/Sommer vornehmen.
Isobeuten sind super für die Brutphase, weil dem Volk geholfen wird die Temperatur zu halten.

Im Winter aber schätze ich, ist es in der Beute abseits der Traube so gefroren wie draußen und das finde ich megasuper so. Am besten haben immer jene Völker überwintert, die am "offensten" waren. Dazu habe ich sogar probeweise ein Volk auf eine der ungünstigsten Stellen gestellt, mit Wind und Schneegestöber auf zwei Balken mit offenem Gitterboden. Auswinterung perfekt.

Dies ist aber nur meine Meinung und mir ist es nicht egal, weil ich es gerne wissen würde, wie es wirklich ist ;-)
Mein Funksensor liegt bereit und der wird dann natürlich NICHT in die Traube gehängt :002:
 
Ich möchte nur kurz erinnern, dass niemand eine eindeutige Aussage macht, ob es in unmittelbarer Nähe der Traube gefriert.
Wolfgang, ich habe in einen Bericht gelesen, dass es in einer Beute durch Feuchtigkeit die eingetreten ist ein riesiger Eisklumpen unter der Traube entstanden ist, dem Volk aber dabei absolut keinen Schaden Zugfügt wurde

Finde leider den Beitrag nicht, werde aber versuchen es nochmals zu finden

Hallo!
Ich hatte vor ein paar Jahren in meinen alten Martin Auszugskästen die im Bienenhaus stehen direkt unter der Wintertraube einen schönen großen Eisklumpen der bis auf 1 cm an die Wintertraube reichte. Das Volk war gut isoliert und das Flugloch war mit Mäuseschtz verkleinert.Das sagt mir dass auserhalb der Wintertraube die gleiche temperatur wie im Freien herscht.

Gefunden
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube.....

.....im Tropper? Buch gelesen zu haben, dass die Wintertraube ein *Körper* ist, welcher ständig von innen nach außen wechselt. Die *aufgewärmten* Bienen müssen mit den *kalten* Außenbienen ständig einen Platztausch vollziehen.
Ich isoliere meine Einraumvölker wie ein *Narrischer*. 2 cm Schaumstoff, 5 cm Styropor und darauf wieder 2 cm Schaumstoff. Warum?
1. Weil ich meine Bienen eben vermenschliche. D.h., dass mir vorkommt, dass es ihnen eben behagt. So wie mir auch die winterliche Stubenwärme bekömmlicher ist, und
2. Und das ist das Gegenteil vom Menschen, dass es heisst...kalte Füße und warmer Kopf.
Alles will ich ja nicht *vollkommen* erledigen. Es darf ein bissl ein *Gefühl* dabei sein - schliesslich sind es ja meine Lieblinge.
Isolierplatten hab ich übrigens auch im Sommer auf meinen Beuten. Warum? Meine Beuten sind mit Blechdächern abgedeckt. Da brennt die Sonne so richtig heiss darauf. Aus diesem Grunde isoliere ich den Beutendeckel gegen die zu große Hitze ab.

Bei uns kommt heute laut Wetterbericht wieder einmal Schnee.
Der Winter ist da. Gestern noch reichlich Pollen Eintrag - und heute der Schnee.

Schönen Tag noch
Fritz
 
Wärme steigt nach oben

und ich denke dies ist auch in der Beute der fall. Unter und neben der Wintertraube ist die Temperatur gleich der Außentemperatur und über der Traube muß es einfach wärmer sein, denn sonst würde die Traube ein Eisklumpen. Den Temperatursensor meiner Waage hatte ich einmal versehentlich direkt neben der Traube angebracht und dort war die gleiche Temperatur wie außen. Das war in etwa der Abstand wie Wolfgang schrieb von 2,34 cm, also müßten die Waben dort bei entsprechender Temperatur gefroren sein.
 
Nie selber dabei ..... deshalb ist es so!

Was die Imker so alles wissen......wie wenn sie selber schon x Winter in einer "Wintertraube" verbracht hätten. Auch ist der Begriff Bienentraube eher unpassend - es ist eigentlich nur der meist gewählte Aufenthaltsbereich des Bien im Winter.
Wenn man die LiveBilder der stockinternen Kamera des HOBOS Projekts im letzten Winter verfolgt hat, stellt man fest, dass die Bienen in ständiger Bewegung sind - einfach sehr gemächlich.
Ich imkere in der HB mit Warmbau. Hier bewegen sich die Bienen zu Ende des Winters Richtung Stirnwand, der (Sonnen)Wärme und der guten Belüftung wegen. Die im Spätsommer neu gebauten Waben weisen bereits im ersten Frühjahr verschiedene Durchgänge auf, die im Herbst noch nicht da waren. Warum wohl - zum Durchgucken?

mfG Christian
 
Hallo Oliver,

Du meinst die tragen das Propolis um? Woher hätten sie es sonst...
Das dürfte bei kalten Temperaturen ja steinhart sein.?

Ciao,
Nils

Nein Nils, ich sprach von einer normalen Situation in der die Bienen zeit haben sich auf die Kälte vorzubereiten. Sollte es von Heut auf Morgen einen Kälteeinbruch geben, haben die Bienen natürlcih keine Zeit mehr die Öffnung zu verschliessen.
Wir leiden hier in São Paulo sehr unter extremen Schwankungen. Es kann hier morgens 10° kalt sein und Mittags dann 30°. Auch schwankt es von Tag zu Tag.
Die letzten Winter (!) Wochen waren alle über 30° mit Spitzen von 34° (im SCHATTEN). Da kam der Frühling und die Temperatur viel auf 10° mit Regen!!!
Da kommen die Bienen nicht mit. Alles voll Brut ohne Vorräte und dann das, Katastrophe!
 
....
Ich imkere in der HB mit Warmbau. Hier bewegen sich die Bienen zu Ende des Winters Richtung Stirnwand, der (Sonnen)Wärme und der guten Belüftung wegen. Die im Spätsommer neu gebauten Waben weisen bereits im ersten Frühjahr verschiedene Durchgänge auf, die im Herbst noch nicht da waren. Warum wohl - zum Durchgucken?

mfG Christian

Interessante Beobachtung Christian, ich habe auch immer wieder beobachtet, dass der Bien die Sonnenseite der Beuten sucht. Die zu Beginn (wenn man einen Schwarm einschlägt) und auch später wenn es kälter wird. Sie mögen die Seite die Morgens die ersten erwärmenden Sonnestrahlen erhält.

An die Isolationsfreunde: wenn ihr Eurer Eigenheim hübsch isoliert habt und dann nicht lüftet, bildet sich was? Eben Schimmel!
Der Bien sollte einfach in der Zeit in der keine Tracht existiert hübsch still und friedlich verbleiben um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Die Isolation kann, meiner Meinung nach zu Frühstart führen da die Bienen es einfach zu warm haben, die sollen ruhig still im Kalten bleiben bis die Umgebungstemperatur dann passt. Wolli hat dies hier ja korrekt mitgeteilt.
Deshalb Gitterboden offen und Lüftungsöffnung im Deckel.

Zu Ein oder Zweiraum, denke ich das ist Geschmacksache. Im Frühjahr oder Herbst muss sicher der Raum dem Bien angepasst sein um Energieverschwendung zu vermeiden, denn hier würden sich die Bienen bei zuviel Raum dann "tot"heizen. Aber im Winter (Eis/Schnee) genügt ein windgeschütztes Plätzchen vollkommen.
 
hallo Leute,
die letzten Beiträge sind zwar interessant, aber Leider OT. Das Thema lautet: Wärme in der Beute
 
Nicht ganz OT

Richtig, es geht um die Wärme in der Beute.
Ich habe letztes Jahr Temperaturmessungen am 5.November durchgeführt. Diese sind zwar nicht representativ für einen Winter mit -15 Grad, zeigen aber, worum es geht.

Text und Bilder aus einem anderen Forum übernommen:

"Ich habe heute mal Temperaturen am Volk mit meinem Infrarotthermometer gemessen.
Aussentemperatur 7 Grad, Feuchte bei 40%, 11:30 Uhr, Messpunkte: Beute aussen, alle Seiten, obere/untere Zarge, Temperatur am Flugloch, dann Beute geöffnet, Temperatur Innenseite Deckel, Folie abgenommen, Temperatur über den Wabengassen, obere Zarge Zargeninnenseite, Temperatur Waben im Wandbereich

Beute 1: / Beute 2 / Beute 3
Vorne oben: 13.8 / 13.9 / 13.2.
Vorne unten: 13.2 / 12.5 / 12.8
Links oben: 10.1 /10.9 / 11.1
Links unten: 9.2 /10.6 / 10.9
Rechts oben:10.3 / 10.9 / 11.2
Rechts unten:9.8 /10.3 / 10.9
Hinten oben: 9.6 / 10.2 / 11.1
Hinten unten: 9.3 / 9.8 / 10.5

Einzelmessungen (Maximalwert)
Beuten Innendeckel: 13.5 / 14.4 / 14.9
Über besetzen Wabengassen: 15.2 / 17.3 / 18.2
Beuteninnenwand: 10.1 /12.3 / 12.4
Honigwabe 1: 11.3 / 12.9 / 13.1

temperatur.jpg


Wenn jetzt mit Waagen und einem statischen Temperatursensor die Beutentemperatur an nur einem Messpunkt ermittelt wird, dann ist dieser Messwert in keinster Weise aussagekräftig.

Ich setzte der Diskussion aber noch einen Gedanken oben drauf!

Wie oben bereits beschrieben "vermenschlichen" wir in unserer Betrachtung den Bienenstock und bedenken dabei nicht, dass ein zeitlicher und aktionsbezogener Zusammenhang vorhanden ist.

Wollis Frage war:
Wozu isolieren, wenn nur die Traube sich warm hält und es wenige cm daneben gefriert?...
Meine Meinung ist, dass die Beute von den Bienen nicht beheizt wird, ...

Das, was an unsere Beuten als Dämmung (fälschlicherweise Isolierung genannt) vorhanden ist, gleicht in der Übergangszeit noch kurzfristige Temperaturschwankungen aus. Die Übergangszeit ist das Frühjahr und der Herbst, Zeiten, wo Brut vorhanden ist und die Bienen noch locker sitzen. Hier bringt die Dämmung den Bienen etwas, sei es auch nur ein Temperaturvorteil von drei bis fünf Grad. Bei Dauerfrost ist es dann vollkommen egal, ob geringfügig oder garnicht gedämmt ist. Wenn keine Brut warmgehalten und versorgt werden muss ist Dämmung kontraproduktiv, da der Bien ggf. wieder mit der Brutpflege beginnt, steht er zu warm im Vergleich zur Außentemperatur.

Aber wie bereits oben gesagt und auch von Christian nochmals wiederholt - wer von uns kann aus eigener Erfahrung über stichhaltig argumentieren? Bestimmt habt Ihr alle Recht...
 
@ hamamelishonig

ich bitte keine nachvollziehbaren Beiträge aus anderen Forum zu kopieren um sie bei uns einzufügen, schon gar nicht Fotos unbekannter Herkunft..



So wie ich das jetzt verstehe ist am ehesten Josef der Meinung die ganze Beute würde beheizt.


Nein, dies sagte ich nicht, sondern bin ein Verfechter der Rähmchen angepassten Betriebsweise.

Josef
 
Bild von meiner HP

@ hamamelishonig

ich bitte keine nachvollziehbaren Beiträge aus anderen Forum zu kopieren um sie bei uns einzufügen, schon gar nicht Fotos unbekannter Herkunft..
das Bild (siehe URL) ist von mir und der Text 100% aus meiner Feder, auch wenn ich im Kopf noch etwas Nebelschwaden habe und noch nicht weiss, welche Gehirnzellen heute abgestorben sind, kopiere ich keine Fremdbeiträge und Bilder (Bild zeigt meinen Jungimker, der sich schon auf Alfreds neues Minikasterl freut)
 
Ich möchte nur kurz erinnern, dass niemand eine eindeutige Aussage macht, ob es in unmittelbarer Nähe der Traube gefriert.

[/QUOTE}

die Traube hat eine wärmeisolierende Wirkung ... welchen Sinn hätte sonst ihre Bildung ....
 
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