Monatsbetrachtung Dezember

seewinkelimker84

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31 Dez. 2016
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Alter
41
Ort
5700 Zell am See
Imker seit
01.01.2005
Heimstand
Bienenhäuser, Freisteher
Wanderimker
Ja
Rähmchenmaß/Wabengröße
Einheitsmass - Jumbo
Schwarmverhinderung wie
Frühzeitiges schröpfen, Zellen brechen
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Nach den ersten Frostnächten haben sich unsere Bienen zur Wintertraube zusammengefunden und befinden sich nun in der Winterruhe. Die Bienen sollten nun nicht mehr gestört werden, da alle Störungen für die Bienen unnötige Energieverluste bedeuten. Bienen können bei Erschütterungen auch von der Wintertraube abfallen und dann möglicherweise nicht mehr zur Wintertraube zurückkrabbeln. Ein Tod der Bienen ist dann unausweichlich.

Die Fluglöcher sollten über die Wintermonate hinweg nicht eingeengt sein. Die kalte Luft in der Bienenwohnung – kalte Luft sinkt ja bekanntlich ab – muss entweichen können. Somit bildet sich dann auch kaum Kondenswasser.

Leider berichten – aufgrund des Klimawandels – immer häufiger Imker auch Mitte und Ende November von vielen Milben auf den Stockwindeln. In solchen Fällen wird auch im Dezember oder Jänner nochmals zu einer Oxalsäure-Verdampfung geraten. Jede erlegte Milbe wirkt sich positiv auf die Gesundheit unserer Bienen aus. Also Weidmannsheil und auf zur Milbenjagd!

Mit dem 31.12 endet auch die Zeitspanne der VIS-Meldeverpflichtung. Jeder, der seine Völkeranzahl noch nicht in das VIS-Meldesystem eingetragen hat, muss dies umgehend erledigen!

Die Winterstarre unserer Bienen bedeutet aber nicht, dass auch wir Imker es ihnen gleichtun müssen. Die Winterzeit ist jene Zeit, wo sich die Imker bereits für die kommende Saison bestmöglich vorbereiten. Üblicherweise werden jetzt die Rähmchen und Beuten gesäubert und wieder in Stand gesetzt. Wachs wird eingeschmolzen und entweder zu Kerzen (Wachs aus oft bebrüteten Waben) oder zu neuen Mittelwänden gegossen oder gepresst (Entdeckelungswachs und Wachs aus Drohnenbau und Wildbau). Jetzt ist meist auch ausreichend Zeit vorhanden, um sich grundlegende Gedanken um die Zukunft der eigenen Bienenhaltung zu machen.
 
Aus arbeitstechnischen Gründen muss ich zur Zeit bereits um 5 Uhr früh aufstehen, zu diesem Zeitpunkt war heute die Außentemperatur 2 Grad plus und der Himmel bedeckt, im bisherigen noch äußerst jungen Dezember noch keine Frostnacht.

Gestern habe ich Mittelwände gepresst mit der eigenen Mittelwandpresse, das ging sehr zügig mit dem eiskalten Regenwasser als Kühlung (4 Grad Außentemperatur).
 
Sehr gut Zusammengefasst - alles wichtiges angesprochenen.
Diese Aufschrieb hilft mir unheimlich viel weiterhin strukturiert zu arbeiten.
Vielen Dank
 
Heute Mittag bei 1 Grad plus, Hochnebel, ziemlich finster, Luftdruck 1010 Hp die Windeln kontrolliert, so wie auf dem Foto schauen ziemlich alle gleich aus, nur der Traubensitz ist bei einigen verschieden und ein Volk hat nur noch eine Brutwabe.

DSCI0003.JPG

Außerhalb der Traube keine Aktivitäten, wegen der anhaltenden Kälte bleiben die Bienen in der Traube, dieses Volk sitzt mittig auf 5 Brutwaben, letzte Säuberung vor 5 Tagen.
 
Schön kreisrund, viele Gassen, nichts auffälliges zu sehen, also da hab ich nichts motschkern Max :zustimm:

Josef
 
Hallo, Imkerfreunde!
Milben, Milben, Milben! Auch im Novenber noch! Klar kommt das von der Klimaerwärmung.
Doch nicht von unzureichender oder schlecht gelungener Behandlung!
Und weil die Klimaerwärmung die Ursache ist, hat es wohl keinen Sinn, im überwärmten November noch etwas gegen die Milben zu tun.
Dann lasse ich am Besten auch das, was ich vorhatte, nämlich etwa am Nikolaustag und an Weihnachten nochmal Ox zu verdamfen.
Gruss RS
 
Heute Morgen um 5 Uhr 0 Grad, das frühe Aufstehen bei der Kälte ist nicht grade lustig, gestern kam ich erst spät ins Bett wie fast jeden Tag weil am Funk sehr interessantes zu hören ist und der Schlaf zu kurz kommt.

Mir geht es gut, denn:
Aber einem Imker
ist nichts zu schwer.

Die Salzstreuer rennen auf der Straße herum, nicht zu Fuß sondern mit riesigen LKW's. Ich habe ein spezielles Rad mit dem ich im Winter fahre wenn gesalzen wird und dieses glänzt vor gesalzenem Rost, es ist immerhin 17 Jahre alt, Baujahr 2008 und hat 34 000 KM auf dem Tacho.
 
Von 01.10.25 bis 30.10.25
Was genau kann man hier erkennen???
Volk sitzt vorne (braune Reste )
Die essen was weg (weiße Reste).
Stimmt das? Oder kann man anders Interpretieren?
 

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Die Windeln waren zu lange drin, ganze 4 Wochen, der aktuelle Stand ist deshalb nicht erkennbar.

Es ist noch gelber Pollen drauf, Milben habe ich keine gefunden auf die Schnelle, auf der 2. Windel ist Wachsmottenkot, auf der ersten oben links die Ausscheidungen von einem Tier daß ich nicht deuten kann, dies alles wahrscheinlich schon von vor einigen Wochen, die Bienen haben Futter umgetragen (helles Brutgemüll).

Ich denke du hast die Windeln noch drin, es wäre jetzt interessant wie es ausschaut vom 1. bis 5. November, das wäre der aktuelle Stand.
 
Volk sitzt vorne (braune Reste )
Da musst nun aufpassen, die Wintertraube könnte zweigeteilt sein, siehe Gemüse rechts hinten und links vorne.

Sollte dieses Volk tatsächlich rechts hinten sitzen so könnte dies sehr rasch verhungern

Josef
 
So sieht es nach 6 Tagen aus.
Kann man hier etwas mehr sehen und erkennen?
Bin gespannt auf Eure Antworten 😁
 

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  • Super!
Reaktionen: fix
Sieht für mich alles normal aus für diese winterliche Zeit, sehr wenig Brutschlupf, auch normal, Volk 2 hat fast das doppelte an Brutgemüllgassen, was von der Volksstärke her um diese Zeit nichts zu sagen haben muss, es könnte einfach schon weniger Brut angelegt worden sein.

Auf Windel 1 sind einige Wassertropfen was evtl. noch auf offene Brut hindeuten könnte.

Zur Zeit haben wir eh tagsüber > 5 Grad plus und mehr zumindest in unserer Gegend, wenns bei euch genauso ist, ich würde die Völker wiegen um den genauen Futtervorrat zu erfassen, dies ist sehr wichtig um diese Zeit, oder hast du das schon gemacht?.
 
Schaut schon besser aus, die Wabengassen sind geschlossen, die Wassertropfen hat Fix schon erwähnt, also da brauchst dir vorerst keine Sorgen zu machen

Josef
 
Das ist gut. 👍
Vielen Dank für Eure professionelle Expertise. 👍

Gewogen habe ich nicht. Noch kein einziges Mal gewogen.
Ende September habe ich Futtertvorräte bei allen Völker optisch überprüft - das war ordentlich was drinnen.

In ein paar Wochen wollte ich die mit Oxuvar bearbeiten, genau dann würde ich Beuten anlüpfen und Sitz des Volkes sehen.
 
Während der Nacht Regen. Heute um 5 Uhr früh musste ich zweimal auf die Wetterstation schauen, satte 9 Grad plus zeigte sie an, draussen war es jedoch frischer denn der Wind blies mit bis zu 45 KMh um die noch nicht gewaschenen Ohrenwascheln.

Bleibt zu hoffen daß dieser die seit Tagen herrschende hochnebelartige Wolkensuppe vertreibt und die Sonne mal wieder zum Vorschein kommt, die Akkuspeicher mit Solarstrom auflädt und das Gemüt erheitert.
 
Ich habe gute Neuigkeiten - betrifft mich nur Teilweise, aber trotzdem schön.:)
Ich war am Samstag bei meinen Bienen im Garten und hab mit Nachbar gesprochenen.
Er hat auf seinem Grundstück 7 Haselnuss Bäumen eingepflanzt. :b91

Da freuen ich mich für Ihn und für meine Bienchen - es wird Proteinreiche Nahrungsquelle (Pollen) geben.
Das ist Goldwert als erste Pollen quelle gleich ab Januar und direkt beim Nachbar.
 
  • Super!
Reaktionen: fix
Ist für beide Seiten wunderbar Andrey, eventuell bekommt es als kleine Aufmerksamkeit ein kleines Gläschen frischen Frühjahrsblütenhonig, ist ein gewisses Anfüttern für noch mehr Bienenpflanzen.

Josef
 
Jetzt um 9 Uhr hat es bereits 11 Grad, vom Westwind geschützten Bienenhaus fliegen bereits die Bienen, immer wieder herrlich dieses Summen zu hören.

Heute ist im bisherigen Dezember die Spitzentemperatur mit 11 Grad und sie steigt weiter. Der Durchschnitt beträgt sehr kalte 2,9 Grad, bisher keine Frostnacht. Die tiefste Temp. betrug 0,6 Grad plus. Die Durchschnittsfeuchte = bisher 92 %. Der aktuelle Luftdruck 2020 Hp steigend.

Der wohl schlimmste Nachruf den man schreiben kann:

Sie wurde nicht so alt wie sie aussah :)
 
Vor einer Woche in Glarus
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und heute Mittag
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Morgen ist es etwas kühler. Die Unterlagen bestimmen, welche Völker eine OS-Behandlung erfahren. Dann wird die Bienenhaustüre für ein paar Wochen geschlossen.
Christian
 
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