Varroadruck 2025

Jörg

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Hi zusammen, wie sieht es bei Euch aus ?
Der Varroadruck ist sehr gering.
Ich bin noch bei max.
3 M/Tag und viele Völker haben noch weniger .
Letztes Jahr war ich um diese Zeit viel höher, und hatte bereits Anfang 07 die erste AS Behandlung gestartet.
Nicht das ich was dagegen habe - und kommen werden die Milben sie auf jeden Fall.
Interessant finde ich es schon.
 
Nachdem wir noch Volltrachten in der Sonnenblume haben sichte ich lediglich etwas noch vorhandene Drohnenbrut, hioer ist kein sonderlich starker Befall zu erkennen. In etwa zwei Wochen entnehme ich die Honigwaben, folglich werden auch die Milben meine Aufmerksamkeit erlangen.

Josef
 
Bei uns gibt es leider nur wenig Sonnenblumen. :(
Ich fürchte es kommt nur noch Kleckertracht.
Auch ich werde wohl Ende July die Honigzargen runternehmen.Allerdings schätze ich mal, dass ich den dort gewonnen Honig eher wieder zum Auffüttern verwende.
Ich bin sehr gespannt, wann die Varroarakete hochgeht
 
Auch ich habe bis jetzt (vom Gefühl her) einen eher schwachen Milbenbefall festgestellt, dennoch habe ich bei den beiden Wirtschaftsvölkern schon die erste Varroabehandlung im Laufen.
Die Ableger kommen ein bisschen später dran.
 
Warum behandelt du denn, wenn du keinen Druck hast .
Wieviel Milben sind denn gefallen?
Bevor ich nicht > 10M /Tag bin, mache ich nichts .
 
Jörg, bei 10 Milben pro Tag ist echt Feuer am Dach, da hast im minimum 1000 bis mitunter sogar 3000 Milben drinnen, sei da nur ja auf der Hut.

Josef
 
Du hast völlig recht - ich habe ja gesagt - das dies meine Deadline ist . Dann kommt AS ... ggf einmal in Anfang 08 einmal in 09 damit die Winterbiene gesund sind. In 11 oder 12 wird einmal OX verdampft- bis dato bin ich damit gut gefahren .
Aktuell habe ich auch Völker die ich über Bannwaben fahre.Das wird interessant
 
Laut aktuellem Newsletter von Seip soll es heuer wieder sehr schlimm werden mit den Milben.

Zitat Seip
Was man von den Imkern rundherum hört, deckt sich auch mit unseren aktuellen Beobachtungen: es wird erneut ein Jahr mit hohem Varroadruck.
 
Sehr interessant wie unterschiedlich alles ist.
Bis jetzt ist es bei mir noch "ruhig" .
Max 3 M/T ..mehrheitlich unter "1"
Nächster Check ist am Dienstag - ich bin sehr gespannt.
Meine 2 (Lern) Völker mit Bannwaben sind Ende nächster Woche fertig - dann wird die Königin wieder freigelassen.
Dann passiert diese Jahr gar nichts mehr.

Bei meinen "Dunklen" ist noch gar kein relevanter Varroabefall erkennbar .
Ich sage ja - es geht nichts über die Dunkle ^^
 
Warum behandelt du denn, wenn du keinen Druck hast .
Ob die Bienen einen Milbendruck haben kann ich mit dem schnöden Abzählen von Milben auf der Unterlage in dieser Jahreszeit nicht eindeutig feststellen.

Die Milben sind da sind auch wenn man sie nicht ständig zählt bzw. findet. Was weiß ich wie viele Milben von Ameisen rausgetragen werden oder wie viele noch in der verdeckelten Brut sind.
Meine bisherige Erfahrung hat mich gelehrt dass es ein Trugschluss ist nur bei höherem sichtbaren Milbenabfall zu behandeln. Klar, Zusatz-/Notbehandlungen oder wie immer man sie nennen möchte macht man nur wenn es notwendig ist aber die Sommerbehandlung lasse ich nicht mehr leichtsinnig aus, denn diese Vorgangsweise hat mich schon so manches Volk gekostet. Damals hat die Kontrolle der Unterlage im Sommer auch "keinen Druck" gezeigt und ab September war Feuer am Dach. Dann ist es schwierig das Ruder noch herumzureißen weil das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, sprich der Schaden in Form von schwachen/kränklichen Winterbienen ist angerichtet.

Ist halt meine Erfahrung.


Viele Grüße,
Manny
 
Du hast ja durchaus recht , ich habe ja nicht gesagt, dass ich nicht behandele.Mir geht es darum, den Einsatz von Chemoe zu vermeiden oder zumindestens zu verringern.
Also mache ich bei einem Teil Bannwaben und bei den anderen AS und evtl. im Winter OX .Natürlich darf ich nicht zu lange warten, da sonst die Winterbienen geschädigt werden.
Ich kenne Leute die - egal was passiert - Ende Juni und(!) nochmal im September alles mit AS vergasen und dann nochmal im Winter OX reindampfen.
Das meinte ich mit - beobachten wie der Druck ist und dann handeln.
Nebenbei- wenn ich die Abstände der Zählung der Milben auf 2-3 Tage reduziere, kann ich mich m.M. nach ziemlich gut einschätzen, wie hoch der Milbendruck ist , da der "Verlust" toter Milben durch Ameisen o. Ä. Zu vernachlässigen ist- so zumindestens meine Erfahrung.
 
da der "Verlust" toter Milben durch Ameisen o. Ä. Zu vernachlässigen ist- so zumindestens meine Erfahrung.
Keineswegs!
In meiner Anfangszeit habe ich die Windeln ausgezählt, und dabei gerade mal 7,8 oder neun Milben gehabt.

Erst als ich dann anfing, die Windeln regelmäßig mit Pflanzenöl einzustreichen, um so Ameisen, Asseln und Co. fernzuhalten, stieg die Milbenzahl von heute auf morgen um das über zehnfache. Plötzlich hatte ich 70 oder 80 Milben am Tag auf der Windel.

Seitdem Öle ich die Windeln immer ein, wenn mir das Ergebnis wichtig ist. Also regelmäßig ab Ende Juli. Auch in diesem Jahr hatte ich wieder einige Überraschungen, die erst nach dem einöllen sichtbar wurden.

Milbendiagnose über die Windel ist sehr ungenau. Diese Ungenauigkeit kann man meiner Meinung nach beheben, indem man die Windel einölt und vor allem täglich die Windel auszählt.

Genau ist hier allerdings die Probebedampfung mit Oxalsäure. Was hier noch 24 Stunden auf der Windel liegt, zeigt sehr deutlich den Milbendruck.
 
So hat halt jeder seine Erfahrungen
 
Wobei ich es sehr sportlich finde , dass Ameisen o.ä. das Zählergebnis um den Faktor 10 (!!!) pro Tag(!!!) verfälschen sollen.
Dann wären meine Völker alle bereits tot .
Ich prüfe ab Ende July alle 7 Tage und zähle dann nach 2 Tagen (ohne Öl)- und das passt problemlos.
Wobei ich mal spasseshalber morgen die Windeln mal mit Äl einreiben werde - Warum auch nicht. 😉
Was ich sicher nicht mache werde, sind Probebedampfungen. Für solche Spielchen ist mir die wissenschaftliche Kentnisslage bzgl. der Auswirkungen auf die Damen bei weitem zu dünn.
 
Ich kann nur anbieten meine Erfahrungen mit den Milben zu teilen. Nicht jeder ist dafür empfänglich.

Probebedampfungen. Für solche Spielchen ist mir die wissenschaftliche Kentnisslage bzgl. der Auswirkungen auf die Damen bei weitem zu dünn
Ich bin durchaus ein Freund der Wissenschaft.
In diesem Fall jedoch zählt für mich die persönliche Erfahrung mehr. Schließlich habe ich es solchen „Spielchen“ zu verdanken, dass ich in den letzen 14 Jahren kein einziges Volk an die Varrroa verloren habe.

Ein kluger Imker, hier allseits gut bekannt, bringt es mir einem weisen Spruch sehr gut auf den Punkt.

Der Imker ist seiner Bienen Glückes Schmied.

Servus,

Nils
 
Guten Tag zusammen.

Wie siehts nun bei euch mit der Varroa aus? Haben sich die Prophezeiungen des Herrn Seip bestätigt? Bei mir in Berlin hab ich an meinem am stärksten befallenen Volk diesen Monat 6/Tag per Windel gemessen...
 
Bei mir ist es dieses Jahr deutlich schlimmer als letztes Jahr, soviel kann ich schon mal sagen.
 
  • Super!
Reaktionen: fix
Bei mir ist dieses Jahr ein mittelmäßiges Jahr, Tendenz eher zu wenig Milben, die gänzlich fehlende Waldtracht dürfte eine Rolle spielen, wir hatten keine Raps-, keine Silphie Tracht, kaum Weißkleetracht usw. bei denen sich die Milben verteilen hätten können, das nehme ich als Grund an.
 
Kleines Update:

Ich hatte nun, nach dem Versuch durch Teilen & Behandeln + Oxalsäure (TUB) den Milbendruck zu senken, vorerst im August einen positiven Eindruck. Dieser wurde dann Anfang September geschmälert, als ca. 75% der Völker sprungartige Anstiege der Milbenpopulation aufwiesen. eine Nassenheider Nachbehandlung der zuvor brutfreien Völker wurde somit notwendig. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße aus der Hauptstadt
 
Mit 4B und 5B läuft auch dieses Jahr alles nach Plan. Meine Dunklen werden in den nächsten Wochen aus der Brut gehen. Die Sonne schafft es dann nicht mehr über den Berg. Bei föhnigem Wetter und Temperaturen um 10 Grad ende November werde ich die Winterbehandlung mit OS Verdampfen machen und gut ist's.
Viel Erfolg allen bei der Behandlung.
Christian
 
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