Fehler beim Erstellen von Ableger

Almer90

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9 März 2015
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Vöcklabruck
Imker seit
2014, mit EHM
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Windern / Gemeinde Desselbrunn
Wanderimker
ja
Rähmchenmaß/Wabengröße
EHM
Schwarmverhinderung wie
Ableger
Eigene Kö Zucht ja/nein
Ja
Grüß euch,

ich bin momentan etwas ratlos.
Ich habe vergangenen Samstag 2 Ableger erstellt.
Die Königinnen habe ich mir erstmalig selber gezüchtet (hat soweit gut funktioniert).
Die Ableger habe ich mit BW, FW, MW und einer Königin (bereits geschlupft) gebildet.
Die BW mit Bienen sowie die gezüchtete Königin stammen aus dem gleiche Plefevolk. Somit kannten die Bienen die Königin bereits.

Ich habe also beides gleich in den neuen Kasten gegeben und noch am gleichen Tag an einen anderen Standort gebracht.

Nun gestern bei der Kontrolle schienen beide Ableger weisellos zu sein, erste NSZ waren sichtbar und sie waren auch sehr unruhig.
Königin habe ich nicht gefunden.
Futter habe sie auch nicht angenommen...

Nun, was habe ich falsch gemacht?! :-(

Danke,
Gruß
Johannes
 
War die Königin begattet?
Hast du sie direkt oden im Zusetzkäfig (Teigverschluss) dazu gegeben?
Wenn direkt solltest du zumindest Weiselunruhe (2 Stunden) abwarten.
 
nein die Dame war nicht begattet und wurde direkt zugesetzt.
Die Königin und die dazugegeben Bienen stammen ja aus dem selben Pflegevolk und hatten sie ja somit akzeptiert - so zumindest mein Gedanke.
Somit dachte ich ist auch kein Zusetzkäfig nötig...
 
Nun, was habe ich falsch gemacht?! :-(

Man kann da nur noch mutmaßen, wenn NsZ so hast schon etwas Zeit gewonnen, nun musst Dich entweder möglichst rasch um Ersatzköniginnen bemühen, oder mit einer Nachschaffungskönigin zufrieden sein.


Das hier

Ich habe also beides gleich in den neuen Kasten gegeben und noch am gleichen Tag an einen anderen Standort gebracht.

scheint mir der springende Punkt zu sein, war noch keine feste Einheit, oft wird die Kö eingeknäuelt und schon ist das Malheur passiert.

Josef
 
Deine Kö's waren wohl für deine Ableger minderwertig . Du sprichst von NSZ.
So hatten deine Ableger Zuchtstoff, und in dem Fall geht eigene Brut vor!
Die Kö ist nix wert , wir machen eine neue. Lass sie doch machen.
Wenn genug Bienen und Brutmaterial drin ist. Futter holen die auch noch von draußen.
 
Danke für die Antworten, das klingt alles sehr einleuchtend.
 
Besser ist immer 9 Tage warten, Zellen brechen und die neue per Zusetzkäfig rein.
Dann haben sie keine Wahl.
Natürlich umweiseln kann später immer passieren.
Letztlich entscheidet immer das Volk und nicht der Imker. Zum Glück manchmal.
 
Oder wenn man einmal nicht 9 Tage warten kann:

Minikunstschwarm auf ausgebaute Wabe oder MW und nach 1-2 h Königin zusetzen.
 
Hallo, wir haben auch Ableger erstellt. Zunächst hab ich Sammelbrutzargen mit offener Brut ohne Königin mit ausreichend Bienenbesatz erstellt. Diese wurden zum anderen Stand gewandert und dort 2 Stunden in Ruhe belassen. Danach wurde direkt umgelarvt und den Völkern die Zuchtlatte mit Zuchtstoff gegeben. Nach 5 Tagen hab ich die verdeckelten Zellen rausgenommen und in den Brutschrank gesteckt. Alle NSZ auf den Brutwaben wurden gebrochen und wiederrum reingelarvt. Diese zweite Serie wurde am 5. Tag gekäfigt und am 11. Tag nach Umlarven wurden Ableger gebildet.IMG_20160521_192422.jpgIMG_20160521_171235.jpgIMG_20160521_171212.jpgIMG_20160521_171244.jpg

Zunächst wurden die Zellen aus den Pflegevölkern entnommen. Sie wurden in einer Schutzkiste zwischengeparkt. Anschließend wurden die Brutwaben auf Abstand eingehängt, damit die Bienen aus dem Boden hochziehen und die Waben gut besetzen. Nachdem die Waben stark von Bienen bevölkert sind, haben wir die vorbereiteten Kästen auf dem Hänger geöffnet und die Waben auf die Kisten verteilt. Anschließend wurden die Zellen zwischen die Waben geklemmt. Danach wurden die Kästen vergurtet und zum neuen Stand gefahren. Mir sind Begattungstände mit viel Bewuchs, bzw. Orientierungspunkten wichtig. So erreicht man Begattungsergenisse bei 90%

Mfg Malte Niemeyer
 
Grüß euch,

ich bin momentan etwas ratlos.
Ich habe vergangenen Samstag 2 Ableger erstellt.
Die Königinnen habe ich mir erstmalig selber gezüchtet (hat soweit gut funktioniert).
Die Ableger habe ich mit BW, FW, MW und einer Königin (bereits geschlupft) gebildet.
Die BW mit Bienen sowie die gezüchtete Königin stammen aus dem gleiche Plefevolk. Somit kannten die Bienen die Königin bereits.

Ich habe also beides gleich in den neuen Kasten gegeben und noch am gleichen Tag an einen anderen Standort gebracht.

Nun gestern bei der Kontrolle schienen beide Ableger weisellos zu sein, erste NSZ waren sichtbar und sie waren auch sehr unruhig.
Königin habe ich nicht gefunden.
Futter habe sie auch nicht angenommen...

Nun, was habe ich falsch gemacht?! :-(

Danke,
Gruß
Johannes

Hallo Johannes,
ich glaube der ausschlaggebende Fehler war die direkte Zugabe der Königin. Wie Du schreibst, zwar aus demselben Volk, wo aber waren die Königinnen beim Schlupf?
Die Königinnen waren trotzdem unbekannt. Zugabe immer mit Futterteig und auch mal einen Tag oder zwei in dem Zusetzkäfig drin lassen, sonst kann das in die Hose gehen.
Josef schrieb mal, wenn die Königin trotz Käfig hofiert wird, dann kannst Du sie ausfressen lassen.
Das gemeine ist: Sollte nur eine einzige Biene die Königin nicht mögen und erreichen, weil sie nicht geschützt wird, dann ist die Königin tot.
Schönen Gruss, Christian
 
Guten Abend, Ablegerbilder!

Jungvolk gründen mir neuer Kö, begattet oder nicht, nach meiner Erfahrung am sichersten ganz ohne Brut.
Ist Brut da, sind die Bienen verführt, eine eigene Kö zu ziehen.
So machen, wie bei einem Begattungsvölkchen. Waben am Besten aus dem Wabenschrank oder aus dem Honigraum.
Nicht aus dem Brutraum, da könnte doch noch ein verstecktes Ei drauf sein. Ist mir schon passiert.

Bei unbegatteter Kö erstmal nicht unnötig viele Bienen verwenden. Begattung abwarten.
Dabei fallen manche Kö aus und schon hat man die ersten Bienen zum verstärken der intakten Völkchen..
Wenn die Kö legt, kann man unbeschadet Brutwaben zugeben, aber besser auslaufende Brut, denn
die kleinen Völkchen sind eventuell nicht in der Lage, viel zugegebene weisse Brut zu pflegen und warmzuhalten.
Wenn sie eine dazugegebene Brutwabe nicht bedecken können, gebe ich statt einer Brutwabe ersteinmal Bienen aus dem Honigraum zu.
Ich schmeisse sie in kleinen Portionen aufs Flugbrett damit sie sich einbettelnn.
Um Bienen zu sammeln, hole ich tags zuvor eine oder 2 Waben offener Brut in den Honigraum hoch.
Da sitzen dann Jungbienen drauf. Die nehme ich und etwa gleichviele von den Honigwaben.
Begattungsvölkchen mach ich auch so. Die will ich, genauso wie die Ableger aus Bienen jeden Alters bilden.
Weil bald Brut zu pflegen sein wird, sollten reichlich Jungbienen da sein aber Flugbienen brauchts auch wegen Pollen und Wasser. Und wenn ein paar alte, grantige Wächterbienen unterm Flugloch patrollieren, ist das auch recht.

Ich komme aber ohne einen separaten Jungvolkstand nicht aus. Den räume ich im Herbst wieder ab, denn in der neuen Saison dürfen dort, wegen Räuberei, keine grossen Völker sein.
Hoffe, dass meine Erfahrungen helfen.
Gruss RSR
 
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