Sikkatierte Felder

Josef Fleischhacker

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Hier sehen wir zwei Bilder die zeigen wie radikal Blattgrün der Kartoffel abgespritzt wird, bei diesen Feldern kam das Herbizid Basta zum Einsatz

7)  Bild von Drohne [Sikkatiertes Kartoffelfeld].jpg

8)  Bild von Drohne [Sikkatiertes Kartoffelfeld].jpg
 
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Herrlich - da bekommt man doch richtig lust auf so eine heimische Bio Kartoffel. Pfui teifl
 
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Hallo!
Kartoffeln werden hier erst seit 3 Jahren angebaut, nachdem sich hier eine Produktionsgenossenschaft gegruendet hat und ueber eine Entwicklungshilfeorganisation, Saatkartoffeln zugesteuert wurden. Das hat andere Produkte wie die Baumwolle, Tabak, Erdnuesse und solche Sachen noch mehr verdraengt. Jetzt macht jeder der will Kartoffeln und wenn dann jeder hat, dann ist der Preis im Keller.
Aber das Abspritzen ist hier noch nicht bekannt. Ist vielleicht nur eine Frage der Zeit.
Michael
 
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Manfred
Solche Kartoffelfelder giebt es uns sei die Bauern für die Saatbau Kartoffeln züchten .Nebenbei ist seither der Boben von der Krautfäule befallen.
 
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Solche Kartoffelfelder giebt es uns sei die Bauern für die Saatbau Kartoffeln züchten

Bei uns erst seit dem Vorjahr, der Überbringer dieser Methode ist übrigens ein riesiger landw. Betrieb, es bleibt zu befürchten, dass dies Schule macht.

Josef
 
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Mittlerweile gibt es bei uns kein Kartoffelfeld mehr welches nicht sikkatiert wird, selbst die Blätterstauden kleiner Flächen sind durchgehend braun. Ist freilich kein Wunder, ab Anfang September beginnen diverse Kartoffelfeste, da wird frische heurige Ware benötigt.

Josef
 
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Krass, einfach nur krass ... wird Zeit, dass ich selbst mit dem Kartoffelanbau beim Bienengrundstück anfange ...
 
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Bei uns jammern die Landwirte, dass das Spritzmittel so teuer ist. Anscheinend noch nicht teuer genug.
Als Kleingärtner bekommt man kein wirksames Spritzmittel mehr. Er verseucht ja die Umwelt. Aber die Großen dürfen in großen Mengen spritzen. Die haben schließlich eine Sachkundeprüfung und wissen wir man es einsetzt. Naja.
Bei uns dürfen die Gemeinden Grasschnitt nur noch im Contaier annehmen. Aufgrund des Sickerwassers von Gras, welches das Grundwasser verseucht. Nebenan darf aber ein Landwirt 30 000 l Gülle auf ein paar Quadratmetern ausbringen ( hab zugeschaut, er hat fast alles auf eine Stelle laufen lassen). Da spielt dann die Grundwasserverseuchung keine Rolle mehr.
Alles nur noch Lobbyistenpolitik.
LG Doris
 
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Als Kleingärtner bekommt man kein wirksames Spritzmittel mehr.

Bei uns bekommen leider Hobbygärtner immer noch starke Mitteln. Aber die werden befragt und beraten. Oft leider drücken die Verkäufer ein Auge oder die Kunden lügen stark. Manche Verkäufern verkaufen Grossgebinden an PRIVATKUNDEN die kein Sachkundenachweis haben (leider kennne ich 2 Kunden). Ich sehe viele Hobygärtner, die auf Pflasterwege / gepflasterte Garaggeneinfahrt mit Unkrautvernichtungsmittel spritzen was strengs verboten ist und mit einer hohe Geldbuße geahnet wird. Einige habe ich angesprochen und gefragt ob die das wissen das das verboten sei. Viele sagten das der Verkaufer gesagt hat das man das machen kann.
 
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Das vergeht einen ja echt der Appetit. Selber bevorzuge ich Lungauer Eachtling.
 
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Grüß euch,
Das ist natürlich eine echte Sauerei. Warum wird das gemacht? Ich habe dazu gestern meinen Onkel (Biobauer) befragt.
Eines vor weg auch die Biobauern machen das, aber nicht mit mit Herbizideinsatz sondern machanisch mit einem Häcksler (Mähwerk).
Der Grund ist ganz einfach: Die Kartoffeln dürfen nicht zu groß werden denn die Kunden möchten das nicht. Sollten zu viele, zu große Kartoffeln produziert worden sein kann leicht ein wirtschaftlicher Verlust entstehen. Sortierungen ab 50mm sind kaum verkäuflich.
Weiters brauchen Karoffeln die "Schalenreife" um haltbar zu werden. Diese beginnt jedoch erst wenn das Wachstum beendet wird. z.B. durch Sikkation oder mechanische Bearbeitung.
lg Michael
 
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Ja genau Namensvetter. Daher verstehe ich es nicht denn viele mögen grosse Kartoffeln als mickerige kleine die mühsam geschählt werden. Wenn wir kleine haben kommen die in den Eimer und mit neue Klobürste an Bohrer / laufenden Wasser rotierend gereinigt. Später wollen Kunden bestimmt auch noch kleine Kohlrabi...... haben.
 
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Die großen Kartoffeln werde doch gerne zur Herstellung von Pommes benutzt. Da sind die kleinen eher unbeliebt. Bei uns gibt es viele Hektar große Kartoffelfelder, auch die werden tot gespritzt wie halt alles andere auch, genau so beim Getreide. Ich hoffe das die Politik dem endlich mal einen Riegel vorschiebt. Gibt es überhaupt noch etwas ohne Glyphosat?
Es ist zum ko.......
 
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Die großen für Pommes sind aber eine ganz ander Sorte! Sikkation bei Getreide ist dankbarer Weise in Österreich verboten.
Ich hätte auch lieber die großen, weil ist weniger Arbeit beim schälen.
Und aus den kleinen könnte der Josef doch Wodka machen ;)
Ich glaube schön langsam hier wird uns als Konsumenten und den Bauern vom Handel so manches G'schichterl aufgebrummt...
lg Sturmi
 
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Nun ja, die Kleingärtner und solche, die sich dafür halten ...
alle miteinander haben's ja nicht weit - kurz über die grüne Grenze in unsere ehemals befreundeten Bruder- und Nachbarländer und du kannst praktisch alles, eben auch das Gift, kaufen. Kontrolliert niemand. Dann wird das Gelumpe ausgebracht, damit es "schöner" aussieht.
Bei der Landwirtschaft ist es hier mittlerweile auch so - wie überall in D.

VG Wolfgang
 
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Hab heute mit einem Kartoffelbauern gesprochen, denen ist natürlich vollkommen klar, dass sie hier Gift zum absterben des Krautes ausbringen. Sie haben allerdings keine andere Wahl, selbst wenn da einer Lieferung nur einige wenige nicht ausgereifte Kartoffeln, oder Kartoffeln mit Fressgängen der Drahtwürmer dabei sind, so geht die komplette Ladung zurück.

Traurig aber Fakt, kein Bauer würde seine sikkatierten Kartoffeln essen, dazu haben die ihren Hausgarten.

Josef
 
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Also was bleibt: Selber anbauen, oder hoffen das die Bio I.O sind.
 
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Richtig Volker,

Und genau deshalb haben wir dieses Jahr wieder welche angebaut, völlig Giftfrei geerntet und auch schon verspeist.
Und das alles mit einem guten Gefühl dabei.

Schöne Grüße Ronny
 
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Frage, heute wurde das Thema Glyphosat im Parlament behandelt, weiß jemand wie dies ausging, würde mich sehr interessieren?

Josef
 
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Hallo Josef!

Auf der Teletextseite 114 kannst etwas davon lesen, ist aber eigentlich nicht viel rausgekommen!

Grüße
Helmut
 
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